Omega-3-Fettsäuren sind durch ihre chemische Konformation (räumliche Anordnung) mit mehreren Doppelbindungen zwar schnell verderblich, die Konformationsflexibilität macht die Moleküle jedoch besonders nützlich für den Organismus. DHA besitzt acht Doppelbindungen, ist daher am flexibelsten und integraler Bestandteil der Membranen von Nervenzellen. DHA stellt fast alle Omega-3-Fettsäuren im Gehirn und im Sehnerv. Falls es während der Schwangerschaft zu einem DHA-Mangel bei der Mutter kommt, besteht die Gefahr, dass es besonders bei diesen Geweben zu Fehlentwicklungen kommt.
EPA ist Ausgangsstoff bei der Synthese von DHA und von Eicosanoiden, die wichtige Signalstoffe darstellen. Eicosanoide regulieren den Blutdruck, die Herzfrequenz und das gesamte kardiovaskuläre System, Entzündungsreaktionen oder Schmerzen.
Ein Mangel an DHA und EPA geht mit einem erhöhten Risiko für Fehlentwicklungen bei ungeborenen Kindern einher. Es sind jedoch keine allgemeinen Grenzwerte bekannt, unterhalb welcher die Funktionen der Nerven oder des Immunsystems beeinträchtigt werden.
- sollte helfen eine normale Herzfunktion aufrecht zu erhalten
- kann Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen
Welche Vorteile hat die Ergänzung mit Fischöl?
Aufgrund zahlreicher Studien, die einen positiven Effekt durch die Einnahme von Omega-3 als Nahrungsergänzung zeigen, ist Fischöl sehr beliebt. Basierend auf den robusten Daten zu einigen Anwendungsgebieten hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) verschiedene gesundheitsbezogene Angaben zugelassen. Zu diesen gehört, dass die Einnahme von 2 g bis 4 g DHA und EPA am Tag den Blutdruck und den Triglyceridspiegel senkt. Täglich 250 mg Omega-3s sollen dagegen ausreichen, um eine normale Herzfunktion aufrecht zu erhalten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen. Ein Gremium der EFSA geht davon aus, dass die kombinierte Einnahme von 5 g DHA und EPA am Tag unbedenklich ist.
Entsprechend der Wirkungen der Omega-3s im Organismus gibt es sehr viele Forschungsgebiete, die weitere vielversprechende Ergebnisse in Bezug auf Fischöl-Supplementierung hervorbrachten. Meta-Analysen fanden einen Effekt von Fischöl auf die Stimmung, Muskelregeneration und Entzündungsmarker bei Sportlern, auf die Insulinsensitivität bei Menschen mit Stoffwechselstörungen oder auf die Rate des altersbedingten, kognitiven Abbaus. Dabei entfalteten DHA und EPA unterschiedliche, jedoch häufig komplementäre Effekte.
Quellen
Weiterführende Informationen sowie Studien über den Wirkstoff Fischöl finden Sie hier.
EFSA bewertet Sicherheit langkettiger Omega-3-Fettsäuren
www.efsa.europa.eu/de/press/news/120727
Dietary patterns and depression risk: A meta-analysis
www.pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28431261
Are There Benefits from the Use of Fish Oil Supplements in Athletes? A Systematic Review
www.pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32383739
How does high DHA fish oil affect health? A systematic review of evidence
www.pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29494205
Omega-3 Fatty Acids
www.ods.od.nih.gov/factsheets/Omega3FattyAcids-HealthProfessional
Efficacy of omega-3 PUFAs in depression: A meta-analysis
www.pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31383846
Watermelon extract supplementation reduces ankle blood pressure and carotid augmentation index in obese adults with prehypertension or hypertension
www.pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/22402472