„Langlebigkeitsgene“ ist ein Sammelbegriff für Gene, deren Varianten, wie zum Beispiel Single-Nucleotide-Polymorphismen (SNPs), in der wissenschaftlichen Forschung mit biologischen Prozessen in Verbindung gebracht werden, die potenziell Einfluss auf Alterung, Zellfunktion und Stoffwechsel haben.
Weltweit untersuchen Studien, wie bestimmte Genvarianten – etwa in FOXO3, SIRT1 oder APOE – mit Alterungsprozessen und zellulären Mechanismen zusammenhängen, darunter Zellstressreaktionen, Stoffwechselregulation oder die Aufrechterhaltung der Zell-Homöostase. So zeigte sich beispielsweise, dass bestimmte Varianten des FOXO3-Gens bei besonders langlebigen Menschen häufiger vorkommen.
Darüber hinaus werden Gene betrachtet, die an Zellreparatur, Energie- und Stressreaktionen beteiligt sind. Solche Mechanismen könnten theoretisch relevant sein, insbesondere in Kombination mit Umwelt- und Lebensstilfaktoren. In den letzten Jahren verfolgt die Forschung zunehmend polygenische Ansätze, bei denen mehrere Varianten gemeinsam analysiert werden, um die genetische Vielfalt besser abzubilden.
Der Begriff „Langlebigkeitsgene“ bietet wissenschaftliche Orientierung: Er benennt genetische Varianten, die im Rahmen der Alterungsforschung untersucht werden. Dabei liefert er jedoch keine Garantie für gesundes Altern, da viele Faktoren, darunter Lebensstil, Umwelt und Zufall, den Alterungsprozess beeinflussen.