Die Entgiftung des Körpers läuft in der Leber in zwei Phasen ab, die zusammenarbeiten, um schädliche Stoffe wie Toxine, Medikamente oder Stoffwechselabfälle unschädlich zu machen und aus dem Körper zu entfernen.
Phase 1: Vorbereitung der Toxine In der ersten Phase werden die schädlichen Stoffe durch spezielle Enzyme (vor allem die sogenannten Cytochrom-P450-Enzyme) chemisch verändert. Dabei entstehen oft reaktivere und manchmal sogar giftigere Zwischenprodukte. Diese Phase bereitet die Stoffe darauf vor, in der zweiten Phase endgültig neutralisiert zu werden.
Phase 2: Neutralisierung und Ausscheidung In der zweiten Phase werden die reaktiven Stoffe aus Phase 1 durch sogenannte Konjugation unschädlich gemacht. Das bedeutet, dass der Körper sie mit anderen Molekülen wie Glutathion, Sulfat oder Glucuronsäure verbindet. Dadurch werden die Stoffe wasserlöslich und können über den Urin oder den Stuhl ausgeschieden werden.
Phase 1 macht die Stoffe zwar bereit für die Entgiftung, kann sie aber auch gefährlicher machen, wenn Phase 2 nicht richtig funktioniert. Deshalb ist es wichtig, dass beide Phasen gut zusammenarbeiten. Wenn Phase 1 zu schnell arbeitet, aber Phase 2 nicht hinterherkommt, können giftige Zwischenprodukte entstehen, die den Körper belasten.
Eine ineffiziente Phase 2 kann dazu führen, dass der Körper Toxine nicht vollständig ausscheidet, was zu chronischen Entzündungen oder oxidativem Stress führen kann.
Die Effizienz von Phase 1 und Phase 2 wird teilweise durch genetische Faktoren bestimmt. Manche Menschen haben genetische Varianten, die die Aktivität der Entgiftungsenzyme beeinflussen – entweder beschleunigen oder verlangsamen. Ein DNA-Detox-Test kann helfen, diese genetischen Unterschiede zu erkennen.