ASS‑GENE

    ASS-100-Gentest

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    Wie gut kann Ihr Körper auf ASS (Acetylsalicylsäure) reagieren? Der ASS-100-Gentest erfasst eine ausgewählte genetische Variante im GUCY1A3-Gen, die in der Forschung mit der Wirkung von ASS auf die Thrombozytenaggregation und mit kardiovaskulären Ereignissen assoziiert wurde.

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    ASS-100-Gentest
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    Genetische Variation im GUCY1A3‑Gen: in Studien mit der ASS‑Reaktion assoziiert.

    • DNA‑Test mit Mundschleimhautabstrich
      Das ASS‑100‑Testkit ist für eine unkomplizierte Probenentnahme von zu Hause aus konzipiert. Für die Durchführung wird eine Mundschleimhautprobe in ein Probenröhrchen gegeben, welches anschließend an ein spezialisiertes deutsches Labor, zertifiziert nach ISO 9001:2015, gesendet und dort genetisch analysiert wird.
    • Bestimmung der genetischen Ausgangslage für die ASS‑Antwort
      Das GUCY1A3‑Gen ist an der Regulation der Thrombozytenfunktion und vaskulären Prozesse beteiligt und beeinflusst damit, wie der Körper auf ASS reagieren kann. Die im Test untersuchte Variante beschreibt eine persönliche genetische Ausgangslage der ASS‑Antwort. Auf dieser Basis lässt sich einordnen, ob aus genetischer Sicht eher eine typische oder eine veränderte Reaktionslage auf ASS zu erwarten ist.
    • Analyse der GUCY1A3‑Variante rs7692387
      Im Labor werden definierte DNA‑Abschnitte des GUCY1A3‑Gens untersucht, um den Genotyp der Variante rs7692387 präzise zu bestimmen. Da der jeweilige Genotyp genetisch festgelegt ist, genügt in der Regel eine einmalige Analyse im Leben. Die Ergebnisse ordnen die persönliche Ausgangslage in Bezug auf die durch ASS beeinflusste Thrombozytenfunktion ein und kann als Ergänzung dienen, um gemeinsam mit ärztlichem Fachpersonal die Rolle einer ASS‑Einnahme im individuellen Kontext zu besprechen.
    • Messen für die eigene Longevity-Routine
      Genetische Varianten verändern sich im Laufe des Lebens nicht und bilden damit eine stabile Basis, mit der der Körper auf ASS reagiert. Das Testergebnis macht sichtbar, ob die genetische Ausgangslage eher zu einer typischen ASS‑Antwort passt oder ob eine besonders sorgfältige ärztliche Abwägung von Nutzen und Risiken angezeigt sein kann.
    • Ärztliche Beratung und ausführlicher Report mit Einordnung
      Nach vorab Beratung, Eingang der Probe und Laboranalyse steht der ASS‑100‑Report nach etwa 3 Wochen zur Verfügung. Der Report fasst das Ergebnis der GUCY1A3‑Analyse strukturiert zusammen, inklusive Genfunktion, individuellem Genotyp und textlicher Einordnung im Kontext der ASS‑Antwort.
    Genetische Variation im GUCY1A3‑Gen: in Studien mit der ASS‑Reaktion assoziiert.

    Den ASS-100-Gentest verstehen

    Acetylsalicylsäure – kurz ASS – ist ein bewährter Wirkstoff aus der Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika (NSAR). Neben der schmerzlindernden und entzündungshemmenden Wirkung wird ASS in niedriger Dosierung häufig zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt.

    ASS hemmt die Enzyme Cyclooxygenase-1 und -2 (COX-1, COX-2), die an der Bildung von Thromboxan A₂ beteiligt sind. Dadurch wird die Verklumpung von Blutplättchen gehemmt und das Risiko für Blutgerinnsel reduziert.

    Ob und wie ASS wirkt, ist nicht bei allen Menschen gleich. Dies betrifft sowohl die Wirksamkeit in der Blutverdünnung als auch das Risiko für Nebenwirkungen.Genetische Unterschiede – insbesondere beim GUCY1A3-Gen – können Einfluss auf diese individuelle Reaktion haben.

    Gerade vor einer langfristigen Einnahme von ASS – etwa zur Sekundärprävention bei bestehendem Herz-Kreislauf-Risiko – kann es sinnvoll sein, die persönliche genetische Veranlagung zu berücksichtigen.

    Mit diesen Erkenntnissen können potenzielle Risiken minimiert und die Therapie in Abstimmung mit Ihrem behandelnden Arzt optimal auf Ihre gesundheitlichen Bedürfnisse abgestimmt werden.

    Wissenschaftliche Expertise
    „Der ASS-100-Gentest ermöglicht eine personalisierte Betrachtung, indem er genetische Faktoren analysiert, die Einfluss auf die individuelle Reaktion haben können.“PD Dr. Axel Polack Leitender Wissenschaftlicher Beirat · Gründer

    FAQ

    Wir haben die Antworten

    Der ASS‑100‑Gentest ist ein genetischer Selbsttest, den Sie nach einer Vorabberatung bequem zu Hause durchführen können. Sie erhalten ein Testkit mit detaillierter Anleitung und entnehmen selbst einen Mundschleimhautabstrich, der anschließend an das deutsche Speziallabor geschickt wird. 

    Der Test richtet sich an volljährige, erwachsene Personen ab 18 Jahren, bei denen eine längerfristige niedrig dosierte ASS‑Therapie im Rahmen der kardiovaskulären Prävention oder nach einem Ereignis (z.B. Herzinfarkt, Stent‑Implantation) in Betracht gezogen wird. Ob der Test in Ihrem konkreten Fall sinnvoll ist, klären Sie gemeinsam mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt in der Vorabberatung.

    Die Testkits sind in der Regel mehrere Monate haltbar; das genaue Mindesthaltbarkeitsdatum finden Sie auf der Verpackung. Bewahren Sie das Kit bis zur Verwendung trocken und bei Raumtemperatur auf und verwenden Sie es spätestens bis zum angegebenen Datum, um die Probenqualität zu sichern. 

    Im Testkit finden Sie alles, was Sie für die Probenentnahme benötigen: ein oder mehrere Entnahmestäbchen für den Mundschleimhautabstrich, eine bebilderte Schritt‑für‑Schritt‑Anleitung, Beschriftungsetiketten sowie eine Rückversandverpackung für den Versand an das Labor. 

    Sie können den ASS-Test gut verschenken, zum Beispiel über unsere digitale Longevity Card als Geschenkgutschein. Die beschenkte Person kann damit den ASS-Test selbst auswählen, bestellen und den gesamten Ablauf eigenständig verfolgen. Hier gelangen Sie zur Longevity Card als Geschenkgutschein. 

    Nach der ärztlichen Vorabberatung entnehmen Sie den Mundschleimhautabstrich gemäß Anleitung: Sie reiben das Entnahmestäbchen für die angegebene Zeit kräftig über die Innenseite der Wange, lassen es kurz trocknen und legen es anschließend in das vorgesehene Röhrchen bzw. die Transporthülle. Danach verpacken Sie alles wie beschrieben und senden die Probe mit dem beiliegenden Rücksendeumschlag an das Labor. 

    Bitte befolgen Sie die Hinweise im Beipackzettel, insbesondere zu Essen, Trinken, Rauchen oder Zähneputzen vor der Probenentnahme. In der Regel sollten Sie für einen definierten Zeitraum vorher nichts essen oder trinken und nicht rauchen, damit die Mundschleimhautprobe nicht verunreinigt wird. Achten Sie darauf, das Wattestäbchen nicht mit den Fingern oder anderen Oberflächen zu berühren und alle Etiketten vollständig und gut lesbar auszufüllen. 

    Ja, intensive Mundhygiene direkt vor der Probenentnahme kann die Anzahl der abzunehmenden Schleimhautzellen verändern und Rückstände von Zahnpasta oder Mundspülung in der Probe hinterlassen. Sie sollten daher mindestens 30–60 Minuten vor dem Mundschleimhautabstrich nicht die Zähne putzen, keine Mundspülung verwenden und nichts essen, trinken (außer Wasser in kleinen Mengen) oder rauchen, damit die Probe möglichst unverfälscht bleibt. 

    Idealerweise schicken Sie Ihre Probe noch am Tag der Entnahme oder am darauffolgenden Werktag ab, damit Transportzeit und Lagerung möglichst kurz bleiben. Wenn das nicht möglich ist, lagern Sie die verschlossene Probe entsprechend der Anleitung bei Raumtemperatur und senden Sie sie innerhalb weniger Tage ein. 

    Lagern Sie die verschlossene Probe trocken und bei Raumtemperatur, geschützt vor direkter Sonneneinstrahlung und großen Temperaturschwankungen. Versenden Sie sie so bald wie möglich, um eine optimale Qualität zu gewährleisten. 

    Sie können den Mundschleimhaut‑Abstrich grundsätzlich zu jeder Tageszeit durchführen. Ideal ist jedoch ein Zeitpunkt, an dem Sie sich in Ihrem normalen Alltag befinden und mindestens 30 Minuten vorher nichts gegessen, getrunken (außer Wasser), geraucht oder Kaugummi gekaut haben, damit die Probe möglichst unverfälscht ist. 

    Da es sich um einen Gentest handelt, werden Ihre genetischen Varianten durch aktuelle Medikamente nicht verändert. Ihre bestehende Medikation – insbesondere ASS und andere Blutverdünner – ist jedoch für die ärztliche Interpretation wichtig und sollte im Rahmen der Vorabberatung und der Ergebnisbesprechung ausführlich erwähnt werden. 

    Bei Rücksendungen aus dem Ausland sollten Sie die beiliegenden Versandhinweise beachten. Eventuelle Verzögerungen durch Zoll oder längere Laufzeiten sollten Sie einkalkulieren und die Probe möglichst zeitnah nach Entnahme versenden. 

    Ja, Sie können die Probenentnahme gemeinsam mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt durchführen, wenn diese bzw. dieser Sie unterstützen möchte. Der Test selbst bleibt jedoch ein Selbsttest mit Einsendung ins spezialisierte Labor. 

    Der Ergebnisbericht fasst Ihren Genotyp im GUCY1A3‑Gen übersichtlich zusammen und ordnet ihn in drei mögliche Kategorien ein (Normalvariante, heterozygote Variante, Risikovariante).  

    So sehen Sie auf einen Blick, ob Ihr genetisches Profil eher für eine normale, möglicherweise abgeschwächte oder deutlich veränderte Reaktion auf ASS spricht. 

    Klicken Sie hier, um einen Ausschnitt aus einem Beispielreport anzusehen. 

    Der ASS‑100‑Gentest analysiert eine genetische Variante im GUCY1A3‑Gen, die laut wissenschaftlichen Studien mit der individuellen Wirkung von Acetylsalicylsäure (ASS) in Zusammenhang stehen kann. Es können drei unterschiedliche Genotypen auftreten, die jeweils eine unterschiedliche Relevanz für die Wirksamkeit von ASS haben: 

    ·      Homozygot für die „Normalvariante“ (z. B. GG)
→ Eine normale Reaktion auf ASS ist wahrscheinlich. 

    ·      Heterozygot (z. B. GA)
 → Eine möglicherweise abgeschwächte oder veränderte Reaktion auf ASS ist möglich. 

    ·      Homozygot für die Risikovariante (z. B. AA)
 → Eine deutlich veränderte Reaktion auf ASS ist möglich; hier kann eine engmaschige ärztliche Bewertung der Therapie angezeigt sein. 

    Die konkrete Bedeutung für Ihre Behandlung – etwa Dosisanpassungen oder alternative Strategien – legt immer Ihre behandelnde Ärztin bzw. Ihr behandelnder Arzt fest; der Test dient als zusätzliche Entscheidungsgrundlage. 

    Nach Eingang Ihrer Probe im Labor dauert die Auswertung in der Regel etwa 3 Wochen. Sobald der Report fertiggestellt ist, werden Sie informiert und können das Ergebnis im Rahmen der ärztlichen Besprechung einordnen lassen.

    Ihre genetischen Daten werden pseudonymisiert verarbeitet, das heißt, das Labor arbeitet mit einem Proben‑Code und nicht mit Ihrem Namen. 

    Da es sich um einen Gentest handelt, verändern sich die zugrunde liegenden Erbinformationen im Laufe des Lebens normalerweise nicht. Ein einmal korrekt durchgeführter und auswertbarer ASS‑100‑Gentest muss daher in der Regel nicht wiederholt werden. Eine erneute Testung kann nur dann sinnvoll sein, wenn es formale Gründe gab (z.B. nicht auswertbare Probe) oder wenn Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt dies aus speziellen medizinischen Gründen ausdrücklich empfiehlt. 

    Eine ärztliche Vorabberatung ist fester Bestandteil des ASS‑100‑Gentests und für die Durchführung verpflichtend. In diesem Gespräch klären Sie gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt, ob der Test für Ihre Situation geeignet ist, welche Fragestellung im Vordergrund steht und wie ein mögliches Ergebnis später eingeordnet wird. 

    Aktuell findet die Beratung auf Deutsch statt. Weitere Sprachen können in Zukunft hinzukommen; sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie einen speziellen Bedarf haben. 

    Standardmäßig ist nach dem Testergebnis keine zusätzliche ärztliche Besprechung vorgesehen. Sie können Ihr Ergebnis jedoch mit Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihrem behandelnden Arzt besprechen oder auf Wunsch eine separate Longevity‑Beratung buchen, in der Ihre Resultate im Detail erläutert und mögliche nächste Schritte diskutiert werden. 

    Auf Wunsch können Sie ergänzend eine Longevity‑Beratung buchen. Dabei werden die Gentest‑Ergebnisse in einen breiteren Kontext aus kardiovaskulärem Risiko, Lebensstil und langfristiger Gesundheitsstrategie eingeordnet, sodass Sie neben der ASS‑Frage auch Ihr gesamtes Präventions‑ und Longevity‑Profil optimieren können. 

    Ja, Sie können den genetischen Befund zusätzlich mit Ihrer behandelnden Kardiologin, Ihrem Kardiologen oder Ihrer Hausärztin/Ihrem Hausarzt besprechen. Die Kombination aus genetischem Ergebnis und klinischer Einschätzung ermöglicht die bestmögliche individuelle Entscheidung über den Einsatz von ASS‑100.