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Inhaltsstoff-Glossar
In einigen Querschnitts-Studien und randomisierten, kontrollierten Experimenten (RCTs) konnten Vitamin-K-Status oder -Supplementierung einige Marker für Knochengesundheit verbessern. Besonders bei weiblichen Probanden schien eine niedrige Einnahme von Vitamin K mit Knochenschwund verbunden zu sein. Insgesamt gibt es jedoch uneinheitliche Ergebnisse, weshalb der Evidenzgrad niedrig ist.
In einer Metaanalyse von neun RCTs, in der die Forschergruppe aus Kanada den Einfluss der Vitamin-K-Supplementierung auf Arterienverkalkung und Gefäßschäden untersuchte, konnte Vitamin K zwar die Aktivität des Enzyms erhöhen, das gegen die Ablagerung von Kalzium in den Blutgefäßen arbeitet. Jedoch fanden die Autoren der Studie keine starken Belege für die Wirkung von Vitamin K gegen Atherosklerose. Weitere Forschungsarbeiten sind nötig, beispielsweise um herauszufinden, ob Vitamin K Gefäßverkalkung vorbeugen oder bestehende Atherosklerose verbessern kann.
Wie Vitamin K ist auch Vitamin D ein wichtiger Nährstoff für die Knochengesundheit. Studien konnten zeigen, dass die gemeinsame Einnahme in einem Supplement die Wirksamkeit in Bezug auf die Knochendichte verstärkt. Insbesondere bei einer gleichzeitig hohen Kalziumzufuhr, wie es in westlichen Gesellschaften die Norm ist, soll die gemeinsame Einnahme vor Kalkablagerungen schützen, die durch Vitamin-D-Überschuss entstehen können.
Weil es keinen zuverlässigen Biomarker zur Feststellung des Vitamin-K-Status des Körpers, beziehungsweise zuverlässige Daten zum Gehalt in Lebensmitteln gibt, ordnet das Bundesinstitut für Risikobewertung BfR Vitamin K der Versorgungskategorie 2 zu: Für das Vitamin besteht laut BfR eine gewisse Unsicherheit bezüglich der Versorgung und der Entwicklung eines Mangels.
Falls der Vitamin-K-Bedarf nicht über die Ernährung abgedeckt werden kann, bieten sich apothekenpflichtige Präparate mit oralen Dosen von 50-150 Mikrogramm pro Tag an. Bei lebensbedrohlichen Blutungen werden bis zu 10 mg Vitamin K intravenös verabreicht. Zu den Risikogruppen für einen Vitamin-K-Mangel gehören Menschen mit Essstörung, Darmerkrankungen (Crohn), Patienten, die auf die Einnahme bestimmter Medikamente (Cumarinderivate, Antibiotika) angewiesen sind, die in den Vitamin-K-Zyklus eingreifen, Neugeborene und Säuglinge.
Das BfR sieht ein mäßiges Risiko der Überdosierung und ein geringes Risiko für unerwünschte Effekte. Toxische Reaktionen wie Allergien oder Herzrhythmusstörungen wurden nur selten und bei intravenöser Verabreichung großer Mengen Vitamin K beobachtet. Für Menschen, die auf die medikamentöse Einnahme von Blutgerinnungshemmern angewiesen sind, erachtet das BfR die Vitamin-K-Aufnahme von bis zu 100 Mikrogramm am Tag als sicher. Größere Mengen können zu lebensgefährlichen Komplikationen führen und sollten mit dem Arzt abgesprochen werden.
Weiterführende Informationen sowie Studien über den Wirkstoff Vitamin K finden Sie hier.
Vitamin K and osteoporosis: Myth or reality?
pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/28403946
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